Mal nieselte es nur leicht, dann öffnete der Himmel wieder seine Schleusen. Die Regenschirme wurden zu ständigen Begleitern der Besucher, viele von ihnen leuchteten dabei in allen Farben. Doch von schlechter Stimmung war auf dem weitläufigen Gelände keine Spur. Stattdessen wurde spaziert, entdeckt, gestaunt und gemeinsam das besondere Ambiente von Schloss Fasanerie genossen.
Besonders gemütlich ging es auf dem Schneckenberg im Wildpark zu. Dort wurde traditionell das Sektfrühstück angeboten. Mit einem Glas Sekt in der Hand und dem Blick auf die Natur ließen es sich zahlreiche Besucher gutgehen. Gerade zwischen den Regenschauern bot sich hier eine besondere Atmosphäre – ein wenig Genuss, ein wenig Entspannung und mitten drin der sonst nicht zugängliche Wildpark, der zum Tag des offenen Denkmals seine Tore geöffnet hatte.
Während auf dem Schneckenberg angestoßen wurde, gab es im Wirtschaftshof ordentlich etwas auf die Ohren. Die Drum & Pipe Band Targe of Gordon sorgte mit Dudelsäcken und Trommeln für einen ganz besonderen musikalischen Höhepunkt. Die markanten Klänge waren schon von weitem zu hören und lockten immer wieder Besucher in den Wirtschaftshof. Vor der historischen Kulisse von Schloss Fasanerie entstand eine außergewöhnliche Atmosphäre, als die Musikerinnen und Musiker ihre Stücke präsentierten und die Trommeln gemeinsam mit den Dudelsäcken den Regen für einen Moment beinahe vergessen ließen.
Doch Musik war nur ein Teil des umfangreichen Programms. Besucher konnten bei zahlreichen kostenfreien Sonderführungen hinter die Kulissen des Denkmals blicken, ausgewählte Dokumente aus dem Familienarchiv des Hauses Hessen entdecken oder mehr über aktuelle Restaurierungsprojekte erfahren. Auch der historische Schlosspark, das Leben bei Hofe und verschiedene Kunstwerke standen im Mittelpunkt.
Im Wildpark warteten zudem die Bogenschützen der Rhön auf die Besucher. Dort konnte selbst zum Bogen gegriffen und auf Scheiben sowie dreidimensionale Ziele geschossen werden. Gerade für Familien gab es auf dem Gelände viel zu entdecken. Dazu kamen Kinderspiele, Floßfahren auf dem Inselweiher und die Möglichkeit, einfach durch den sonst geschlossenen Wildpark zu spazieren.
Für das leibliche Wohl war ebenfalls gesorgt. Neben dem Sektfrühstück auf dem Schneckenberg gab es im Wirtschaftshof unter anderem Grillwürstchen und Getränke. Am Nachmittag sollte dann das Orchester der Freiwilligen Feuerwehr Dirlos das musikalische Programm fortsetzen.
Der Tag des offenen Denkmals zeigte damit einmal mehr, dass ein Denkmal weit mehr sein kann als alte Mauern und historische Räume. Auf Schloss Fasanerie wurde Geschichte erlebbar – bei Führungen und Gesprächen, beim Spaziergang durch den Wildpark, beim Bogenschießen und natürlich bei Musik.
Und auch das Wetter gehörte am Sonntag irgendwie dazu. Denn während sich Nieselregen und teils strömender Regen immer wieder abwechselten, blieben die bunten Regenschirme aufgeklappt – und die Stimmung trotzdem gut. Schloss Fasanerie bot seinen Besucherinnen und Besuchern einen abwechslungsreichen Tag zwischen Geschichte, Natur, Musik und Genuss.
