„Wenn du in der 90. noch das 3:3 fängst, ist das eine gefühlte Niederlage, haderte SGEE-Spielertrainer Fabian Lehmann, der im Sommer von der FSG Vogelsberg zur Spielgemeinschaft gewechselt war. Beim Stand von 3:2 drängten die Petersberger in den Schlussminuten auf den Ausgleich, ohne jedoch aus dem Spiel heraus wirklich gefährlich zu werden. Einer von zahlreichen Standards fand dann allerdings den Kopf von Bela Reitz, der den machtlosen André Hartung im Edelzeller Kasten überwand und doch noch für den Ausgleich im Spitzenspiel sorgte.
„Wir nehmen den Punkt natürlich gerne mit“, befand Christian Beser aus dem Petersberger Vorstandsteam: „Klar kann man von glücklich sprechen, wenn einem so spät der Ausgleich gelingt, aber über 90 Minuten war das ein gerechtes Remis. Es war in intensives Spiel mit intensiv geführten Zweikämpfen. Wir haben es am Ende nochmal drauf angelegt, deswegen ist das Unentschieden meiner Meinung nach verdient.“ Lehmann pflichtete bei: „Auch wenn es sich für uns wie eine Niederlage anfühlt, über 90 Minuten geht das schon in Ordnung. Petersberg hatte mehr Ballbesitz und hat es viel über lange Bälle probiert, wir haben das gut verteidigt. In Summe waren es am Ende zu viele Standards, sodass dann einer durchgerutscht ist. Ärgerlich ist, dass dann keine Zeit mehr blieb, um eine Reaktion zu zeigen.“
Von Beginn an entwickelte sich vor 150 Zuschauern auf dem Edelzeller Sportgelände eine intensive Partie, und auch vor den Toren ging es hin und her. Franz Hirsch brachte die Gäste nach einem „glasklaren Foulelfmeter“, wie Lehmann konstatieren musste, mit 1:0 in Führung. Die SGEE ließ sich davon jedoch nicht entmutigen und drehte die Begegnung innerhalb von nur drei Minuten: Konstantin Weigel glich nach einem mustergültig vorgetragenen Konter über mehrere Stationen und anschließender Flanke an den zweiten Pfosten aus, Matthias Grenzer besorgte per platziertem Distanzschuss das 2:1. Der RSV kam allerdings noch in Durchgang eins zurück: Lehmann selbst unterlief ein folgenschwerer Ballverlust, Justus Flach war der Nutznießer (43.).
Der SGEE-Spielertrainer bügelte seinen Fehler nach dem Seitenwechsel allerdings zügig wieder aus und besorgte die erneute Edelzeller Führung: Nach einem Pass aus dem Halbfeld legte Lehmann das Spielgerät clever mit einem Kontakt an seinem Gegenspieler vorbei und traf per Vollspann ins lange Eck – weil Bela Reitz in der Schlussphase allerdings das letzte Wort hatte, mussten sich die Hausherren mit einem Punkt begnügen.
Edelzell/Engelhelms: Hartung; Müller, Abel, Weigel, Grenzer, Eller, F. Kibler, Jacobi, Lehmann, M. Kibler, Bohl (Wagner, Auth)
Petersberg: Peikert; M. Beser, Hirsch, L. Aschenbrücker, Schneider, Klee, M. Aschenbrücker, Reitz, Erdmann, Meister, Flach (T. Beser, Maierhof, Herzig, Müller)
Tore: 0:1 Franz Hirsch (4., Foulelfmeter), 1:1 Konstantin Weigel (18.), 2:1 Matthias Grenzer (21.), 2:2 Justus Flach (43.), 3:2 Fabian Lehmann (57.), 3:3 Bela Reitz (89.)
Gelb-Rote Karte: Paul Klee (Petersberg, 90.+2)
Zuschauer: 150
