Einen gebrauchten Tag erlebte Künzell in Eiterfeld: „Leider kam vieles zusammen – wir haben es 15 Minuten ausgeglichen gestaltet, dann kam durch unseren ersten Fehler das 0:1 und durch den zweiten Fehler fiel das 0:2“, sagte Daniel Drüschler, der den verhinderten Coach Jochen Maikranz an der Linie vertreten hatte. Doch damit, dass der TSV dem Rückstand hinterherrennen musste, nicht genug: Valentin Bullemer kassierte noch in der ersten Hälfte Gelb-Rot, nachdem er für ein Foul verwarnt worden war und dann für die zweite Aktion nochmal Gelb sah, als er den Ball leicht wegspitzelte. „Etwas unglücklich auch vom Schiedsrichter“, befand Drüschler, der sich dann aber um ganz andere Dinge Sorgen machen musste.
Denn hinzu kamen verletzte Spieler für den gebeutelten Tabellenzweiten: Andre Ditzel verletzte sich im Zweikampf, als das 0:3 fiel, kurz vor der Pause: „Es hat im Knie geknackt“, schilderte Drüschler und sprach von einer Bänderverletzung: „Wir hoffen noch, dass es nichts Schlimmes ist“. Obendrauf musste Marcel Huder mit muskulären Problemen im hinteren Oberschenkel runter, und auch Sebastian Körner blieb angeschlagen in der Kabine.
Die Gäste hatten auf ein ungewohntes 3-5-1-System umgestellt, und nach Huders Verletzung mussten Julian Parzeller und Yannick Kretsch in der Dreierkette hinten agieren. „Uns sind dann die Felle ein bisschen davongeschwommen und wir haben keinen richtigen Zugriff mehr bekommen“, sagte Drüschler. Es war erst die zweite Niederlage überhaupt für den TSV in dieser Saison, der den zweiten Platz in jedem Fall über das Wochenende behalten wird. Doch die SG Eiterfeld/Leimbach rückte mit dem verdienten Erfolg näher heran und konnte den langersehnten ersten Heimsieg der Runde einfahren.
Künzell: Ditzel; Heinze, Parzeller, Körner, Diegelmann, Bullemer, Münzenberg, Huder, Kretsch, Naumoski, Winkow (Waldmann, Schramm, Paul, Klering).
Tore: 1:0 Samuel Hildebrand (13.), 2:0 Samuel Hildebrand (30.), 3:0 Daniel Mertens (43.), 4:0 Felix Röhn (46.), 5:0 Felix Röhn (49.), 6:0 Fynn Petrich (84.)
Zuschauer: 250
Gelb-Rote Karte: Valentin Bullemer (Künzell, 35.)
