Kontakte nach Johannesberg seien weiterhin vorhanden, betont Maikranz vor der Rückkehr an alte Wirkungsstätte: „Ich habe mich dort sehr wohlgefühlt, hatte drei sehr schöne Jahre“. Von 2016 bis 2019 coachte er die SGJ und war Teil der erfolgreichsten Saison der Vereinsgeschichte. Das Verhältnis sei nach wie vor „freundschaftlich geprägt und sehr respektvoll“. 2019 hatte Zeljko Karamatic in Johannesberg übernommen, als direkter Nachfolger von Maikranz – und nun steht Karamatic wieder beim Kellerkind an der Seitenlinie, was Maikranz zum Sportlichen bringt: „Das wird eine knochige Aufgabe“, sagt der Künzeller Trainer, auch mit Blick auf den gelungenen Einstand seines Gegenübers: Die SGJ gewann auf irre Weise in Eiterfeld, dort, wo der TSV Künzell vor wenigen Wochen 0:6 unterging. Seither war der Tabellenzweite nur noch zuhause im Einsatz und legte mit den Siegen gegen Borussia, Oberzell und Soden II eine starke Serie hin. „Diesen Faden wollen wir auswärts weiterspinnen“, betont Maikranz.
Überzeugende Leistungen bescherten dem TSV ein Polster zum dritten Platz – zehn Punkte liegt Schlüchtern mit einem Spiel weniger hinter Künzell. Dennoch schwebt Respekt mit, vor einer harten Aufgabe in Johannesberg. Zu Saisonbeginn entführte die SGJ in Künzell einen Punkt beim 0:0, und auch deshalb sei die Mannschaft gewarnt: „Das war für Johannesberg sicher das schwerste Spiel, um erstmal anzukommen in der Liga. Aber wir konnten dort wenige Ideen und nicht die Durchschlagskraft nach vorne entwickeln, sodass es auf Messers Schneide stand. Jeder weiß, dass in dieser Liga eine gute, hochkonzentrierte Leistung nötig ist, wenn man Spiele gewinnen will“. Die Antwort auf die Schlappe in Eiterfeld habe der TSV mit den starken Heimspielen gegeben, doch das „Ausrufezeichen“ der Johannesberger an gleicher Stelle mache die Aufgabe jetzt nicht weniger anspruchsvoll. Dazu habe Maikranz noch einige kleine Fragezeichen im Kader, will aber „die bestmögliche Mannschaft aufbieten“. Die Entwicklung stimme den Trainer durchaus positiv, und mit Selbstvertrauen soll es nun auch auswärts wieder mit einem Sieg klappen. „Wir haben das Vertrauen aus den letzten Wochen, sind bescheiden und wollen erstmal das Polster nach unten erhalten. Aber wenn wir die Möglichkeit haben, natürlich auch an Sickels dranbleiben“, so Maikranz.
