Die Segnung des neuen Feuerwehrhauses übernahm Pfarrer Markus Schmitt. Eine Gebäudesegnung sei „etwas Besonderes, das nicht so häufig stattfindet.“ Bei der Segnung wurden alle Räume einbezogen und auch an den Schutzpatron der Feuerwehr, den Heiligen Florian, erinnert, der symbolisch aus dem alten ins neue Feuerwehrhaus mitgenommen wurde.
Der ehemalige Ortsvorsteher Holger Philipp zeigte sich erfreut und dankbar, noch einmal zu diesem Anlass sprechen zu dürfen. Er bezeichnete den Tag als einen Moment, „auf den lange hingearbeitet wurde.“ Das neue Gebäude sei ein Symbol für Sicherheit, Zusammenarbeit und Engagement und stehe für die unermüdliche Einsatzbereitschaft der Feuerwehr. Gleichzeitig sei es ein Ort der Begegnung, Ausbildung und Kameradschaft. Er wünschte sich, dass das Haus ein „sicherer Hafen“ der Feuerwehrleute werde. Auch der aktuelle Ortsvorsteher Andreas Kremer sprach von einem „Zeichen des Neuanfangs“. Mit dem Neubau sei der Grundstein für eine zukunftsfähige und leistungsstarke Feuerwehr gelegt worden. Dietershausen übernehme somit eine wichtige Rolle als dezentraler Standort zur Unterstützung benachbarter Kommunen. Kremer bedankte sich bei allen Beteiligten aus Politik, Verwaltung und auf der Arbeitsebene.
Bauamtsleiter Steffen Schultheis blickte auf die Entstehungsgeschichte zurück. Die Bewertung des alten Feuerwehrhauses im Jahr 2020 sei „desaströs“ gewesen, der neue Standort habe sich als Glücksfall erwiesen. Es sei gelungen, die eingeplanten Baukosten sogar deutlich zu unterschreiten. „Für zwei Millionen Euro so ein Haus hier hinzustellen, das soll uns mal einer nachmachen!“. Zudem lobte er die enge und zuverlässige Zusammenarbeit aller Akteure.
Bürgermeister Timo Zentgraf zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf des Projekts und verwies auf die finanzielle Unterstützung durch Land und Landkreis sowie den Eigenanteil der Gemeinde von 1,55 Millionen Euro. Das Ergebnis sei ein „zeitgemäßes und geräumiges Gebäude.“ Im Rahmen der Feier übergab er anschließend symbolisch den Schlüssel an Wehrführer Marcus Schneider. Dieser dankte vor allem für die produktive und lösungsorientierte Zusammenarbeit. Zudem stellte Schneider die Räumlichkeiten vor: Im Erdgeschoss befinden sich unter anderem zwei Stellplätze, Werkstatt, Lager und Umkleiden für Männer, Frauen und die Jugend. Im Obergeschoss gibt es Schulungsräume und eine Küche, während im Keller mehrere Lagerräume zur Verfügung stehen.
Gemeindebrandinspektor Jason Freeman unterstrich die Bedeutung der Feuerwehr als Gemeinschaft, „in der jeder Einzelne eine Rolle spielt.“ Der Neubau sei ein klares Signal, dass die Gemeinde in Sicherheit investiere und auch in schwierigen Situationen handlungsfähig beliebe. Moderne Arbeitsbedingungen würden zudem die Nachwuchsarbeit stärken.
Landrat Bernd Woide betonte, dass das Projekt die Gefahrenabwehr im gesamten Landkreis verbessere. Gleichzeitig erinnerte er daran, dass all dies ohne den Einsatz der Feuerwehrleute nicht möglich wäre. Kreisbrandinspektor Adiran Vogler lobte die Ausbildungsarbeit vor Ort und bezeichnete die Feuerwehr als „leistungsstark und verlässlich“. Auch Landtagsabgeordneter Sebastian Müller würdigte die gemeinschaftliche Leistung. Das Gebäude sei „die äußere Hülle“, doch erst die Feuerwehrleute selbst würden ihm seinen Wert verleihen.
Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung vom Musikverein Haunequelle, der für einen festlichen Rahmen sorgte. Im Anschluss nutzten die zahlreichen Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, das neue Feuerwehrhaus zu besichtigen und bei Kaffee, Kuchen und kühlen Getränken zusammenzukommen.
