Schauplatz Gallasiniring: Edelzell/Engelhelms steht mit vier Punkten Vorsprung auf der sicheren Seite und kann mit einem Zähler den rechnerischen Klassenerhalt endgültig eintüten. Der FSV Germania Fulda hingegen steckt mit 30 Punkten mitten im Abstiegskampf und belegt aktuell den ersten direkten Abstiegsplatz. Der TSV Pilgerzell liegt nur einen Punkt davor – entsprechend eng ist die Situation im unteren Tabellenbereich.
Für Germania zählt daher praktisch nur ein Sieg. Trainer Hysen Haxhiu macht die Ausgangslage klar: „Wenn wir gewinnen, sind wir glaube ich durch. Bei allem anderen sieht es schwierig aus.“ Gleichzeitig verweist er auf die jüngsten Leistungen seiner Mannschaft: „Die letzten Spiele haben wir gut gespielt, da ist kein Druck.“
Personell muss Germania allerdings improvisieren. „Mir fehlen vier Stammspieler und wir haben nur einen 14-Mann-Kader“, sagt Haxhiu. Dennoch will er keine Ausreden gelten lassen: „Da gibt es keine – wir werden uns nicht verstecken. Vollgas. Hop oder Top. Der Glaube lebt weiterhin.“ Auch die Terminverschiebung spielt für ihn keine Rolle: „Eigentlich sollte das Spiel am Samstag stattfinden, wurde aber verlegt. Ich schaue nur auf meine Mannschaft.“ Entscheidend sei am Ende nur eines: „Wichtig ist, dass wir am Ende ein Tor mehr schießen.“
Auf der Gegenseite geht die SG Edelzell/Engelhelms deutlich entspannter in die Partie, auch wenn der Klassenerhalt rechnerisch noch nicht ganz fix ist. Ein Punkt würde bereits genügen, um sich endgültig auf der sicheren Seite zu wähnen. Selbst bei einer Niederlage müsste der TSV Pilgerzell am letzten Spieltag noch rund 20 Tore in der Tordifferenz aufholen – ein Szenario, das praktisch kaum realistisch erscheint. „Rein rechnerisch sind wir noch nicht durch, aber es müsste schon ein Wunder passieren, dass wir noch absteigen“, sagt Trainer Sebastian Budil. Der Blick auf die Konkurrenz in der unteren Tabelle spricht klar für die SGEE: „Pilgerzell müsste 20 Tore aufholen, das ist relativ unrealistisch. Ebenfalls müssten wir beide Spiele verlieren“ Entsprechend habe das Team bereits etwas mit dem sicheren Klassenerhalt gerechnet. Das zeige sich auch im Kader: „Er ist etwas ausgedünnt, es fehlen ein, zwei Spieler“, so der Coach. Dennoch wolle der Gast die Partie nicht abschenken: „Wir wollen da nochmal alles geben.“ Der Anspruch bleibe bestehen, auch wenn der Druck nicht mehr ganz so hoch sei wie noch in den vergangenen Wochen. „Wir sind nicht mehr ganz so angespannt wie vor dem Haimbach-Spiel“, erklärt der SG-Coach. Ein Punkt soll dennoch mindestens her: „Den wollen wir noch holen, um ganz sicher zu sein. Wir haben den Anspruch, beide Spiele zu gewinnen.“
Gerade zum Saisonende sei entscheidend, wer noch die nötigen Körner habe: „Bei dem Wetter zeigt sich, wer die entscheidenden Kräfte noch hat.“ Gleichzeitig warnt Budil vor dem Gegner: „Germania muss gewinnen, wir werden unser Bestes geben. In dieser Liga kann jeder jeden schlagen – das sieht man an den letzten Spieltagen.“
Damit treffen am Mittwochabend zwei Teams mit völlig unterschiedlichen Voraussetzungen aufeinander: hier der Druck des drohenden Abstiegs, dort die Chance auf den letzten Schritt in Richtung Sicherheit.
