Der ambitionierte Trainer blickt dabei auch auf die vergangene Saison, die seine erste bei der Reserve war. Dort belegte seine Mannschaft den zweiten Platz und auch dort war schon klar: Die Ambitionen sind hoch. „Ich bin nicht hier, um um die goldene Ananas zu spielen“, erklärt Dalitz. In der Sommervorbereitung zur aktuellen Spielzeit habe er jeden einzelnen Spieler per Zettel befragt, was das Ziel für die Saison sei. „Da stand zu 99 Prozent Meister drauf“, so der Trainer. Von da an war die Marschroute innerhalb des Teams klar. „Wir werden alles in die Waagschale werfen und ich werde jede Woche die beste Mannschaft stellen“, so der Übungsleiter.
Und die Mannschaft zog mit und gewann zwischenzeitlich 16 Spiele am Stück. Der Trainer macht jedoch einen Punkt aus, an dem er sah, dass seine Mannschaft reif sei: Das Spiel am 22. Februar zu Hause gegen die SG Reulbach/Brand II, das seine Mannschaft mit 4:0 gewinnen konnte. „Wir haben das Spiel souverän heruntergespielt, ohne eine richtige Vorbereitung“, so der Trainer. Durch die Witterungsbedingungen war es für seine Mannschaft schwer, richtig trainieren zu können.
Mit einer starken Offensive mit 79 Toren und der mit Abstand besten Defensive der Liga mit nur 23 Gegentreffern ist die Mannschaft an beiden Enden top. Doch der Coach möchte einen Bereich besonders herausheben. „Unser Prunkstück ist die Abwehr“, so der Trainer. Die Maßgabe war es, weniger Gegentore als Spiele vorzuweisen, was eindrucksvoll gelang. „Erwachsenen Fußball spielen“ nennt es der Trainer, der darin auch eine Entwicklung zur Vorsaison sieht.
Mit der Meisterschaft schließt sich ein Kreis, denn viele der Akteure hatten vor 21 Jahren in der C-Jugend eine Meisterschaft bejubeln dürfen – nun gelang es wieder. Der scheidende Trainer schaut nun mit ein wenig Wehmut auf seinen eigenen Abgang, gefeiert wurde und wird jedoch mehr als ordentlich. „Ich bleibe den Jungs verbunden“, so der Trainer. Für die Mannschaft geht es gemeinsam Richtung Mallorca und auch am Sonntag wird es mit Sicherheit noch einmal feuchtfröhlich, wenn beim letzten Saisonspiel die Urkunde zur Meisterschaft feierlich überreicht wird. Einen Aufstieg wird es jedoch nicht geben: Darüber herrschte im Vorfeld bereits Einigkeit zwischen den Spielern und dem Verein.
