Das Tabellenschlusslicht aus Pilgerzell kam bei den Löwinnen unter die Räder, und das vor allem, weil es nach etwas mehr als einer halben Stunde schon 0:3 stand. Doch Trainer Knut Seuring relativierte: „Es war eigentlich wie so oft: Das Ergebnis ist am Ende zu hoch, wenn man den Spielverlauf betrachtet“. Der TSV kam durch einen von Emilia Barth herausgeholten und von Xenia Lüdtke verwandelten Strafstoß noch vor der Pause auf 1:3 heran. Nach dem Seitenwechsel war Pilgerzell aus Sicht von Seuring sogar „dem zweiten Tor näher, als der Gegner am vierten“. Doch es fehlte der letzte Punch beim Gast, sodass Kassel hintenraus per Doppelschlag noch auf 5:1 stellte. „Die Mannschaft hat wieder eine aufopferungsvolle Leistung gezeigt“, lobte der Coach im Nachgang. Dem TSV stehen nun noch zwei Spiele in der Hessenliga bevor, die – das gilt schon seit Wochen – sportlich und vernünftig über die Bühne gebracht werden sollen. Rechnerisch steht nach diesem Spiel in Kassel aber auch fest, dass Pilgerzell Tabellenletzter bleiben wird.
Pilgerzell: Kröhling; R. Barth, Rumpf, Trautmann, Happ, Steinert, Lüdtke, Schneider, Schad, E. Barth, Wilde (Werner).
Tore: 1:0 Melina Heyder (5.), 2:0 Johanna Schössler (28.), 3:0 Franziska Koch (35.), 3:1 Xenia Lüdtke (39., Elfmeter), 4:1 Marie Tielmann (78.), 5:1 Marie Tielmann (80.)
Zuschauer: 80
