Die Fraktionen hatten sich bereits im Vorfeld der Sitzung auf gemeinsame Wahlvorschläge verständigt und so war Wastl einziger Kandidat für den Vorsitz. Für den 45-Jährigen aus Engelhelms ist es die zweite Legislaturperiode in der Gemeindevertretung. Er hatte das Amt des Vorsitzenden auch schon in den letzten Monaten der vergangenen Legislaturperiode inne. Zu seinen Stellvertretern wurden Christoph Auth (CWE), Uwe Rafler (Grüne), David Ulbrich (SPD) und Jürgen Plappert (FDP) gewählt. Als Erster Beigeordneter und damit stellvertretender Bürgermeister wurde Rainer Krämer (CDU) wiedergewählt. Komplettiert wird der Gemeindevorstand von Volker Rützel, Matthias Bohl, Thomas Weber, Danyal Tosun (alle CDU), Magdalena Hartmann, Stephan Grünkorn (beide CWE), Wolfgang Zoth (Grüne) und Claudia Emrich (SPD). Die ehrenamtlichen Beigeordneten wurden im Anschluss direkt vereidigt. Auch Schriftführer für die Gemeindevertretung und Mitglieder für die Verbandsversammlungen des Abwasserverbands Fulda, des Zweckverbands Gruppenwasserwerk Florenberg, des Zweckverbands Abfallsammlung Landkreis Fulda, des Zweckverbands Gruppenwasserwerk Vorderrhön und der ekom 21 wurden gewählt.
Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Zentgraf hatte Thomas Grünkorn als am längsten ununterbrochen der Gemeindevertretung angehörendes Mitglied die Sitzungsleitung bis zur Wahl des Vorsitzenden der Gemeindevertretung übernommen. Er ist seit 49 Jahren Gemeindevertreter in Künzell. In seiner Eröffnungsrede machte er deutlich, dass manche Entscheidungen einen großen Einfluss hätten: „Insofern trägt jeder einzelne von uns ein hohes Maß an Verantwortung". Meinungsaustausch und manchmal auch Streit in der Sache würden zum Wesen der Demokratie gehören. Den Fraktionen sei es in den vergangenen Jahren gelungen, ein Klima zu schaffen, das unterschiedlichen Meinungen zulasse, ohne dass unüberbrückbare Gräben entstünden. Es wäre schön, wenn dies so bleibe, fügte er an. Zudem ging er auf den Wert der Demokratie und den verantwortungsvollen Umgang damit ein. Denn es sei eine Staatsform, die gefährdet sei, wenn sie zu wenig Unterstützung auf der untersten Ebene bekomme. Es gebe sicher vieles, das mehr Spaß mache als die ehrenamtliche Arbeit in der Gemeindevertretung, aber dieses Ehrenamt mache Sinn.
Am Ende der Sitzung gab Bürgermeister Zentgraf noch bekannt, dass der Haushaltsabschluss für das Jahr 2025 vorliege, am Ende stehe ein Plus von 932.913 Euro. „Knapp eine Millionen Gewinn bei knapp zwei Millionen eingeplantem Minus – das kann sich sehen lassen“, so Zentgraf. Auch der Zahlungsmittelbestand der Gemeinde, der sich zum 31. Dezember 2015 auf rund 21,1 Millionen Euro belief, könne sich sehen lassen.
