Weiterhin ist Künzells Trainer Jochen Maikranz bemüht, den Blick nach unten nicht zu verlieren: Bei Stand jetzt vier Direktabsteigern steht der TSV acht Punkte vor dem Relegationsplatz. Der Vorsprung ist üppig, „aber wir wollen weiter erstmal die Punkte für den Liga-Verbleib holen“. Dass der TSV wieder besser dasteht und plötzlich mit einem Sieg am kommenden Gegner Aulatal vorbeiziehen könnte, war dem 4:1-Erfolg bei EES in der Rhön geschuldet. Der Coach bremst aber: „Erstmal war für uns wichtig, dass wir wieder eine personelle Entlastung hatten. Das hat uns gutgetan“.
Jetzt kommt mit dem Tabellenzweiten Aulatal ein ambitionierter Gegner nach Künzell, wo der TSV sich freut, zum zweiten Mal auf Rasen spielen zu können. „Wir wollen natürlich wieder alle mitnehmen und die Zuschauer ähnlich begeistern, wie das eine oder andere Mal am Noppen“, so Maikranz. Doch im Weg steht ein „abgezockter, routinierter, eiskalter“ Gegner, der Künzell schon im Hinspiel kalt erwischte: Der TSV legte furios los und führte in Oberaula mit 2:0, ehe die SGA das Spiel drehte und am Ende mit 4:3 gewann. „Wir haben dort anfangs begeisternd nach vorne gespielt, aber hinten trotzdem alle Hände voll zu tun gehabt. Jetzt wollen wir aufzeigen, dass wir unsere Lehren daraus gezogen haben und anders reagieren können“, spricht der Trainer von einem wertvollen Erfahrungsschatz aus dem vergangenen September.
Julius Klering ist zwar am Samstag für die A-Jugend eingeplant, solle aber am Sonntag auch unterstützen – weiterhin bangt Maikranz noch um ein, zwei angeschlagene Akteure: „Mit dem gleichen Kader wie in der Rhön wäre ich schon zufrieden“.
