Mit Blick auf die Tabellenkonstellation muss Lütter das Osthessen-Derby gegen Pilgerzell wohl klar gewinnen: Satte 31 Punkte trennen beide Teams voneinander. „Wenn wir die Tabelle angucken und unsere Ansprüche nehmen, müssen wir das Spiel natürlich ziehen“, sagt TSG-Trainer Julian Treidler. Doch schreiben Derbys bekanntlich eigene Gesetzte, das weiß auch der Coach. „Jeder weiß, wie schwer solche Spiele sind. Da spielt die Einstellung immer eine sehr große Rolle“. Nach der Derby-Pleite gegen die SG Barockstadt zum Jahreswechsel konnte die TSG wieder Siege einfahren. Doch aufgrund von Spielverlegungen und Absagen liegt das letzte Pflichtspiel bereits zwei Wochen zurück – zwar wurde Lütter Regionalpokalsieger, ohne zu spielen, doch das Topspiel in der Hessenliga zuletzt gegen Marburg muss irgendwann noch nachgeholt werden.
Anders beim TSV Pilgerzell: Das Tabellenschlusslicht der Hessenliga konnte im neuen Jahr noch keinen eigenen Hessenliga-Treffer verzeichnen und musste sich dreimal geschlagen geben. Daher weiß TSV-Trainer Knut Seuring die Rollenverteilung einzuschätzen und spricht den Gastgeberinnen die klare Favoritenrolle zu. „Wie in jedem Spiel wollen wir unser Gesicht wahren, uns möglichst teuer verkaufen und einen großen Fight abliefern“, gibt Seuring die Marschroute vor. Die Stimmung innerhalb der Mannschaft ist mit Blick auf das Derby jedenfalls gut. „Die Mädels freuen sich. Es ist, als würdest du in der Bundesliga gegen Bayern München spielen“, schmunzelt er. Personell durchlebt Pilgerzell aktuell eine schwere Zeit. Neben Verletzungen und Krankheitsfällen kommen immer wieder Ausfälle aufgrund von Arbeit oder Prüfungen hinzu. Dennoch ist sich Seuring sicher, einen ordentlichen Kader für das Derby aufbieten zu können.
Auch für die Barockstadt steht ein wichtiges Spiel an. Zur gleichen Zeit erwarten die Fuldaerinnen den Verfolger Dortelweil. Mit einem Sieg könnte sich die SG Barockstadt auf dem dritten Platz festsetzen, mit einer Niederlage hingegen könnten sie bis auf den sechsten Tabellenrang abrutschen – zumindest, wenn die Konkurrenz punktet.
Frauen-Hessenliga
Samstag
16.15 Uhr
SF/BG Marburg – Schaafheim
17 Uhr
Lütter – Pilgerzell
Egelsbach – Hessen Kassel II
Großenenglis – Wiesbaden
Barockstadt Fulda-Lehnerz – Dorelweil (Kunstrasen Johannisau)
18.30 Uhr
Bornheim/GW – Klein-Linden
