Lokales 19.09.2025

Künzell benötigt dringend einen Feuerwehrgerätewart – Stelle geplant

Dirlos (as) – Ehrenamtliche Kräfte der Feuerwehr sinnvoll entlasten, über dieses Thema wurde am Donnerstagabend in der Sitzung der Gemeindevertretung Künzell im Bürgerhaus Dirlos diskutiert. Der Antrag der CDU-Fraktion bezüglich der Schaffung einer Stelle für einen hauptamtlichen Feuerwehr-Gerätewart im Stellenplan für 2026 aufzunehmen, wurde einstimmig angenommen. Wie Bürgermeister Timo Zentgraf berichtete, seien die gesetzlichen Anforderungen merklich gestiegen.

Fotos: Andreas Schellenberg

„Unsere ehrenamtlichen Kräfte leisten sehr viel“, hatte CDU-Fraktionsvorsitzender Christof Erb bei der Einbringung des Antrages erklärt. Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren würden jedoch langsam an ihre Grenzen stoßen. Die CDU hat in ihrem Antrag außerdem den Gemeindevorstand damit beauftragt zu prüfen, ob „alternative Out-Sourcing-Möglichkeiten“ wie beispielsweise eine Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Fulda möglich sei. Ziel sei es, die „ehrenamtlichen Einsatzkräfte bei vorgeschriebenen Wartungs- und Prüfarbeiten zu entlasten“. Wie Erb hervorhob, sollen die Ergebnisse noch vor den Haushaltsberatungen im HFA geklärt werden.

Zentgraf zeigte sich aufgeschlossen für das Thema und berichtete, dass ein hauptamtliches Mitglied der Feuerwehr zusätzlich zu seinem normalen Dienst allein in diesem Jahr ehrenamtlich 140 Stunden in der Atemschutzwerkstatt geleistet habe. Mit Blick auf die wachsenden Anforderungen zur Prüfung und vor allem zur Dokumentation sei eine Veränderung nicht abzuwenden: „Es muss etwas getan werden.“ Der Bürgermeister machte deutlich, dass eine vorgeschlagene Kooperation mit der Feuerwehr Fulda in der Thematik jedoch „kein Thema“ sei, weil diese ebenfalls von den Kapazitäten ausgelastet seien. Zur aktuellen Lage in Künzell erläuterte er: „Wenn wir da zehn Freiwillige hätten, wäre es schön. Momentan haben wir zwei.“ Zentgraf wolle gerne prüfen, ob eine Möglichkeit zum „Out-Sourcing“ dennoch gegeben sei.

Zu Beginn der Sitzung hatten die Gemeindevertreter ebenfalls den Prüfungsbericht zum Jahresabschluss 2024 und die Entlastung des Gemeindevorstands einstimmig beschlossen. Damit wird der Jahresüberschuss aus dem ordentlichen Ergebnis in Höhe von rund 1,6 Millionen Euro aus Überschüssen dem ordentlichen Ergebnis zugeführt. Nach Abrechnung des Jahresfehlbetrages in Höhe von über 445.000 Euro bleibt damit ein Überschuss von 1.16 Millionen Euro übrig. Zentgraf zeigte sich froh um dieses „positive Ergebnis“, gerade mit Blick auf die aktuell finanziell angespannte Lage im Landkreis Fulda.