Als Louis Winkow nach 33 Minuten sehenswert zum 2:0 traf, sprach eigentlich alles für den TSV Künzell. „Anders als in den letzten Auswärtsspielen sind wir wirklich gut reingekommen“, befand auch Maikranz. Dass sein Team nur etwas mehr als zehn Minuten später mit einem Rückstand in die Pause gehen sollte, damit rechnete wohl auch der erfahrene Trainer nicht im Geringsten. Nach Toren von Maximilian Weber (36.) und Pascal Schmitt (45+2.) sowie einem Eigentor von Marcel Huder (43.) drehte Aulatal das Spiel noch in Durchgang eins. Der TSV präsentierte sich von jetzt auf gleich vor allem im Defensivverhalten desolat – und ließ Maikranz entgeistert zurück: „Das war anfängerhaft. Wir haben die Führung tölpelhaft weggegeben. Da waren katastrophale Stellungsfehler dabei.“
Spätestens mit dem 4:2 durch Aurelius Röth (56.) war die Partie mehr oder minder entschieden, die Gäste stemmten sich allerdings gegen die Niederlage und drängten im zweiten Durchgang auf den Anschlusstreffer – das 3:4 von Louis Winkow fiel jedoch zu spät und war so nur noch Makulatur (88.). „Die Mannschaft hat sich gegen die Niederlage gestemmt“, versuchte Maikranz, etwas Positives in der Niederlage zu finden – viel fiel dem Coach jedoch nicht ein: „Ich bin maßlos enttäuscht. Die letzte Linie war heute nicht ligatauglich. Am Ende hat die clevere und abgezocktere Mannschaft gewonnen.“
Künzell: Kircher; Schramm, Tekleyes, Kraus, Heinze, Parzeller, Körner, Emde, Schmidt, Huder, Winkow (Troski, Gutberlet, Waldmann)
Tore: 0:1 Sebastian Körner (20.), 0:2 Louis Winkow (33.), 1:2 Maximilian Weber (36.), 2:2 Marcel Huder (43., Eigentor), 3:2 Pascal Schmitt (45.+2.), 4:2 Aurelius Röth (56.), 4:3 Louis Winkow (88.)
Zuschauer: 120
