Wer die erste Stunde des Achtelfinals in Rückers mitverfolgt hat, konnte nicht unbedingt ahnen, wie viel Fahrt das Spiel hintenraus noch aufnehmen würde: Sechs Tore fielen binnen 20 Minuten, und die SG Rückers ging als Sieger gegen den klassenhöheren TSV Künzell hervor. In der Crunch Time kassierte Künzells Naumoski, der den Gruppenligisten zuvor noch in Führung gebracht hatte, eine Gelb-Rote Karte. Die Überzahl nutzte die SGR wenig später aus und sorgte mit zwei Toren für die Entscheidung.
„Insgesamt war es denke ich schon verdient, weil wir in der ersten Halbzeit schon ein, zwei gute Abschlussmöglichkeiten hatten“, sagte Rückers-Trainer Dominik Oelschläger. Von Künzell war in der ersten Hälfte nach vorne hin wenig zu sehen, Coach Jochen Maikranz hatte etwas durchgewechselt, brachte dann aber nach der Pause Louis Winkow, der mehr Wirbel machte. Die Führung gelang durch ein Rückerser Eigentor, doch die SGR ließ nicht locker: „Wir haben nicht aufgegeben und zwei Rückstände egalisiert“, war Oelschläger zufrieden: „Am Ende hat natürlich die Überzahl mit reingespielt, es haben sich Räume aufgetan und die haben wir mit Steckpässen gut genutzt“. Im Viertelfinale bekommt es Rückers nun mit Großenlüder oder Gemeinde-Nachbar SV Flieden zu tun.
Künzell: Schramm; Mihm, L. Klering, Gutberlet, Heinze, J. Klering, Naumoski, Goldbach (26. Bien, 46. Winkow), Grösch, Schmidt, Bellinger.
Tore: 0:1 Aaron Bös (63., Eigentor), 1:1 Marius Bessler (68., Foulelfmeter), 1:2 Nikola Naumoski (71.), 2:2 Marius Bessler (75.), 3:2 Jonas Bös (81.), 4:2 Simon Kress (83.)
Zuschauer: 120
Gelb-Rote Karte: Nikola Naumoski (Künzell, 77.)
