Künzell fand gut ins Spiel und belohnte sich mit einer verdienten 2:0-Pausenführung. Gleich zwei Mal ging es bei den Treffern blitzschnell über die rechte Seite: Zuerst stand Sebastian Körner nach einer Flanke in der Mitte goldrichtig und nagelte das Leder unter die Latte. Kurz vor der Pause war es dann Julian Parzeller, der den von der Grundlinie zurückgelegten Ball auf Höhe des Elfmeterpunktes über die Linie drückte. Auf der anderen Seite verteidigte Künzell in der ersten Halbzeit konsequent und ließ bis auf ein paar Distanzschüsse nichts zu.
Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste mit ordentlich Dampf aus der Kabine und machten unmittelbar nach Wideranpfiff mit einem Kopfball an die Latte auf sich aufmerksam. „Großenlüder hat alles reingelegt. Sie haben offensiv gewechselt, viel riskiert und stark und kreativ in die letzte Ebene gespielt“, lobte Künzells Trainer Jochen Maikranz den Gegner. Doch TSV-Kapitän Julian Parzeller hatte mit seinem zweiten Treffer nach einer flachen Eckenvariante die richtige Antwort auf die Großenlüderer Druckphase parat. Trotzdem wurde es Mitte der zweiten Halbzeit nochmal spannend, als die Teutonia nach dem Anschlusstreffer zum 1:3 neue Hoffnung schöpfte. „In dieser Phase hätten wir in ein paar Situationen bessere Lösungen gegen den Ball finden müssen. Wenn da das 3:2 fällt, kann das hier nochmal richtig scharf werden“, erklärte Maikranz. Doch auch diese Phase überstand das Maikranz-Team, auch dank ihres Torhüters Niklas Kircher, unbeschadet und machte wenig später mit dem 4:1 durch Nikola Naumoski alles klar. „Wir haben den Sieg klar verdient und über die Distanz geht das Ergebnis in Ordnung. Wir haben die beiden Druckphasen des Gegners gut überstanden, aber hätten die eine oder andere Torchance auch schon früher nutzen müssen“, resümierte Maikranz abschließend.
Künzell: Kircher; Schramm, Pappert, Kraus, Heinze, Waldmann, Parzeller, Körner, Huder, Naumoski, Winkow (Schmidt, Gutberlet, Klering)
Tore: 1:0 Sebastian Körner (30.), 2:0 Julian Parzeller (44.), 3:0 Julian Parzeller (57.), 3:1 Jakob Schneider (70.), 4:1 Nikola Naumoski (79.)
Zuschauer: 150
