Nach zwei Spieltagen steht Lütter gemeinsam mit der Barockstadt oben – Dortelweil zog zwar unter der Woche vorbei, hat aber nun schon ein Spiel mehr absolviert. Die drei genannten Teams sind ebenso wie Marburg noch ungeschlagen – das könnte sich am Samstag ändern. „Die Euphorie ist groß. Die Motivation kommt mit den beiden Siegen von alleine“, freut sich Lütters Trainer Jürgen Auth über die Stimmung innerhalb der Mannschaft. Dennoch warnt der Coach und drückt ein wenig auf die Bremse. „Wir wissen noch nicht, wie es einzuschätzen ist und wohin die Reise geht“, erklärt er. Nach erst zwei Saisonspielen sei es noch schwer, die Gegner richtig einzuschätzen, daher blicke er von Spiel zu Spiel. „Es geht immer bei null los. Jeder Gegner muss erstmal bespielt werden“. Eines ist sich der Coach aber bereits bewusst. „Die Liga ist nicht berechenbar und sehr ausgeglichen“.
Nun geht es für die TSG zu den ungeschlagenen Sportfreunden BG Marburg. Beim Auswärtsspiel der Marburgerinnen in Pilgerzell hatte Lütter den Gegner bereits beobachten können und weiß die Blau-Gelben nun besser einzuschätzen. „Man hat die Handschrift von Marburg gesehen. Das wird ein Spiel, bei dem wir 110 Prozent abrufen müssen“, erwartet Auth. Dennoch schaut der Coach erstmal auf die eigenen Stärken. „Wir spielen wuchtig nach vorne, mit viel Energie und Dampf“. Gegen Ball möchte Lütter die Räume eng machen und mit schnellen Umschaltspiel gefährlich werden. Im Vergleich zu den vergangenen Spielen sieht Auth den bislang stärksten Gegner auf seine TSG zukommen. Verzichten muss er auf Torhüterin Lea Schaab, die gegen Egelsbach nach gut 20 Minuten mit Rot runter musste. Dafür wird Eva Lohmann von starten. „Im Tor sind wir wirklich gut aufgestellt. Die Mädels haben unheimlich viel Vertrauen in die Torhüterinnen“, so Auth.
Um 17 Uhr empfängt die SG Barockstadt den Tabellenfünften Klein-Linden. Die gute Form bestätigten die Fuldaerinnen erst vergangenes Wochenende beim 2:1-Sieg gegen Hessen Kassel II. Mit Klein-Linden wartet die nächste schwere Aufgabe auf die SGB in Gläserzell.
Für den TSV Pilgerzell geht es am Samstag nach Wiesbaden: Erst unter der Woche musste sich der TSV gegen Dortelweil mit 0:4 geschlagen geben. Beim MFFC Wiesbaden stehen die Osthessinnen nach zwei Niederlagen in Folge schon unter Zugzwang, bleiben aber besonnen, wie Verantwortlicher Gianni Leonangeli anführte: „Wir müssen kleine Schritte machen. In Dortelweil haben wir uns gut präsentiert, und wer weiß, wie es läuft, wenn wir das 1:1 machen. Wir entwickeln uns und haben ganz viele junge Spielerinnen – und gute Trainer, die gute Ansprachen finden“. Unterschätzen werde der TSV den Gegner nicht: Wiesbaden verlor zwar die ersten drei Saisonspiele, war in den vergangenen Jahren aber ein starkes Team.
Update: Im Fuldaer Kreispokal der Frauen ist das angesetzte Endspiel hingegen abgesagt worden: Am Samstag (13 Uhr) sollten Kreisoberligist TSV Bachrain und Gruppenligist SG Rückers aufeinandertreffen, Bachrain hat aber nicht genug Personal. Nun muss ein Ausweichtermin gefunden werden.
Frauen-Hessenliga
Samstag
12 Uhr
Egelsbach – Schaafheim
16 Uhr
Wiesbaden – Pilgerzell
16.15 Uhr
SF/BG Marburg – Lütter
17 Uhr
Barockstadt Fulda-Lehnerz – Klein-Linden (in Gläserzell)
17.30 Uhr
Bornheim/GW – Hessen Kassel II
18 Uhr
Großenenglis – Dortelweil
Frauen Kreispokal Fulda – Finale
Samstag
13 Uhr
Bachrain – Rückers - verlegt
