„Das war auch in der Höhe verdient, so ehrlich muss man sein“, nahm Fischer nach der deutlichen Niederlage kein Blatt vor den Mund. Während sein Gegenüber, Bachrain-Coach Natnael Weldetnsae, den Pilgerzellern immerhin im ersten Durchgang eine ordentliche Leistung attestierte und sogar von Glück sprach, dass sein Team am Anfang der zweiten Halbzeit nicht den Ausgleich kassiert hätte, ging Fischer mit seiner Elf schonungslos ins Gericht: „Wir haben von der ersten Minute an alle Tugenden vermissen lassen, die es auf tiefem Geläuf und angesichts unserer Tabellensituation gebraucht hätte. Bachrain hat trotz der schwierigen Platzverhältnisse Spielwitz gezeigt und war gallig – das, was wir nicht waren. Wir waren kraft- und mutlos. Es war ein gebrauchter Tag“, haderte Fischer.
Zur Pause stand es „nur“ 0:1 aus Sicht der Gastgeber, im zweiten Durchgang nahm das Unheil aus Pilgerzeller Sicht aber spätestens mit dem 0:2 seinen Lauf – innerhalb von nur 20 Minuten erzielte Bachrain vier Tore und die Messe war gelesen. „Aufgrund der zweiten Halbzeit war das ein absolut verdienter Sieg“, befand Weldetnsae: „Wir haben nicht aufgehört, nach vorne zu spielen und haben die Partie am Ende souverän und diszipliniert runtergespielt“, so der Bachrain-Coach, der jedoch zu bedenken gab: „Pilgerzell hatte Chancen auf das 1:1. Da hatten wir Glück, dass wir nicht den Ausgleich kassieren. Aber mit dem zweiten Treffer hatten wir dann einen Lauf.
Pilgerzell: Göbel; Hillenbrand, Göb, Schröter, Herget, Bug, Weismüller, Helfrich, Bleuel, Büdel, Fischer (Herber, Stenzel, Hack
Bachrain: Nzeungo; M. Demir, Acar, Lehmann, Negussie, Klüber, Brähler, Abramski, Frieß, Kabul, Opetha (Yemane, Sarvan, S. Demir, Matondo, Sondergeld)
Tore: 0:1 Solomon Negussie (29.), 0:2 Maurus Klüber (50.), 0:3 Ferit Acar (55.), 0:4 Maurus Klüber (63.), 1:4 Niklas Bleuel (67.), 1:5 Fitsum Yemane (69.), 1:6 Maurus Klüber (80.)
Zuschauer: 50
