So deutlich, wie sich das Ergebnis am Ende liest, war es lange Zeit nicht. Nach nur neun Minuten musste die MSG sogar einem Rückstand hinterherrennen. „Ich muss dem Gegner großen Respekt zollen. Sie haben gut gekämpft und vor allem die Torfrau war sehr stark. Sie sind auf keinen Fall wie ein Tabellenletzter aufgetreten“, erklärte MSG-Coach Matthias Erlebach, dessen Mannschaft das Spiel zwar dominierte, vor dem Tor aber die letzte Präzision vermissen ließ. „Wir konnten uns nichts vorwerfen, weil wir wirklich geilen Fußball gespielt haben. Vor dem Tor hat uns aber die nötige Kaltschnäuzigkeit und Erfahrung gefehlt. Wir waren nach dem Rückstand zu nervös“, fand Erlebach.
Mitte der ersten Halbzeit traf die MSG zwar zum längst überfälligen Ausgleich, hätte zur Pause aber schon deutlich führen müssen. Erst nach dem Wiederanpfiff platzte der Knoten: Mit drei Treffern innerhalb von drei Minuten zog die MSG bis auf 4:1 davon und entschied das Spiel damit vorzeitig. Mit der deutlichen Führung im Rücken kam vor dem Tor auch die Leichtigkeit zurück und Pilgerzell/Barockstadt schraubte das Ergebnis noch bis auf 7:1 in die Höhe. „Wir haben schönen Kombinationsfußball gespielt und das 7:1 war am Ende auch verdient“, war Erlebach zufrieden. Weil der direkte Verfolger Kickers Offenbach dem SC Dortelweil unterlag, konnte die MSG durch den Sieg auch noch die vorzeitige Herbstmeisterschaft feiern und am kommenden Wochenende mit breiter Brust ins Topspiel gegen den OFC gehen.
Pilgerzell/Barockstadt: Erlebach; Hofmann, Bayer, Busalt, Schulte, Neubert, Hohmann, Ilic, Huggins, Brus, Schäfer – Kraft, Emmerich, Scneider, Gruner, Kosslitz
Tore: 1:0 (9.), 1:1 Lucie Emmerich (26.), 1:2 Stine Brus (49.), 1:3 Finja Schulte (57.), 1:4 Stine Brus (58.), 1:5 Cheyenne Huggins (69.), 1:6 Leonie Gruner (75.), 1:7 Leonie Gruner (78.)
Zuschauer: 60
