Kernstück ist der Wettbewerb „Lebendige Gärten“, der inzwischen zum sechsten Mal stattfandt. Nach einem Punktesystem werden private Gärten ausgezeichnet, die durch heimische Pflanzen, naturnahe Strukturen und Nisthilfen für Insekten überzeugen. Entwickelt wurde das Bewertungsinstrument von Gartengestalter Frank Kunick, selbst mehrfacher Preisträger. „Ein naturnaher Garten ist nicht nur schön – er ist Lebensraum und Teil einer größeren Bewegung, die Artenvielfalt bewahrt“, betont Kunick. Eine Jury aus Fachleuten und Kommunalvertreter/innen prämiert jährlich mehrere Gärten. Viele Gewinner öffnen zudem ihre Gärten für Führungen und geben ihre Erfahrungen weiter.
Sabine Räth von der Gemeinde Künzell hebt hervor, dass lebendige Gärten eine ökologische Verantwortung sind und möglichst viele zum Mitmachen motiviert werden sollten. Auch Bürgermeister Timo Zentgraf unterstützt die Initiative: „Naturnahe Gärten sind ein wichtiger Baustein für eine lebenswerte Gemeinde. Wir setzen hiermit ein starkes Zeichen für Nachhaltigkeit und Lebensqualität.“ Neben dem Wettbewerb gehören Pflanzentauschbörsen, Vorträge und Informationsmaterial zum Konzept. Alles mit dem Ziel, möglichst viele Bürger einzubinden. „Lebendige Gärten“ ist weit mehr als ein Wettbewerb. Es ist eine Bewegung, die zeigt, dass auch eine einzelne Gemeinde mit Tatkraft, Wissen und Bürgerengagement dem Verlust der Artenvielfalt sichtbar etwas entgegensetzen kann. Das Projekt inspiriert Nachahmer in Künzell und darüber hinaus.
