Sport 13.08.2025

Juniorinnenfußball – MSG peilt mit starken Jahrgängen Top Vier an

Pilgerzell/Fulda (jk) – In dieser Saison zeigt sich die herausragende Jugendarbeit bei den B-Juniorinnen der MSG Pilgerzell/Barockstadt (vorher Pilgerzell/Gläserzell): Trainer Matthias Erlebach und sein neuer Co-Trainer Nico Rausch können auf einen Kader von 31 talentierten Spielerinnen zurückgreifen. Das Ziel ist klar: Die MSG möchte ihren starken vierten Tabellenplatz aus der vergangenen Hessenliga-Spielzeit bestätigen.

Foto: privat

Nach der Fusion zwischen dem SV Gläserzell und der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz im Frauenbereich habe sich auch für die B-Juniorinnen einiges verändert. Unter dem neuem Namen MSG Pilgerzell/Barockstadt gehen die Nachwuchsfußballerinnen in Hessens höchster Spielklasse an den Start. „Der Übergang war sauber. Es ist gut, dass beide Vereine einen Unterbau haben“, freut sich Matthias Erlebach, der sich nun mit Trainerkollege Rausch um die Entwicklung der Mannschaft kümmern kann. „Wir als Trainer müssen unsere Hausaufgaben machen. Das Ziel ist es, die Mädels soweit auszubilden, dass sie fit für die Hessenliga werden.“

Nicht nur durch den Zusammenschluss durch den Einstieg der SG Barockstadt in den Frauenfußball hat sich bei der MSG einiges getan: Erlebach und Rausch können auf einen Kader bestehend aus 31 Spielerinnen zurückgreifen – deutlich mehr als im vergangenen Jahr. „Wir haben uns breiter aufgestellt“, erklärt der Coach. Auch die Qualität der Mannschaft habe sich im Vergleich zur abgelaufenen Saison verbessert. Grund dafür seien sehr starke 2011er- und 2012er-Jahrgänge, aus denen sich Spielerinnen sich nach mehreren Probetrainings für das Hessenliga-Team empfehlen konnten.

„Die Mannschaft ist der Star“

Aufgrund der Regeländerung bezüglich der Wechseloptionen, wonach nun insgesamt fünf Spielerwechsel vollzogen werden können, könne die MSG nun öfters Spielerinnen eins zu eins tauschen und allen genügend Spielzeit für jeden garantieren. „Die Mannschaft ist der Star. Sie wächst super zusammen“, freut sich Erlebach. Um die Entwicklung der Spielerinnen noch weiter voranzutreiben, sieht die MSG vor, aufgrund der Kadergröße eine zweite Mannschaft zu melden. Diese soll dann in der A-Liga an den Start gehen. „Da stehen aber noch Gespräche an“, erklärt der Coach, der sich über eine gute Trainingsbeteiligung freuen kann: Zehn bis 15 Spielerinnen stünden durchschnittlich zur Verfügung. „In der Sommerzeit und mit dem Jungenfußball entzerrt sich das immer“, klärt Erlebach auf: „Einige der Spielerinnen trainieren nebenbei noch bei den Jungen mit.“

In der Woche vor dem Ligastart geht es für die MSG in das dreitägige Trainingslager nach Bischofsheim, die Heimat von Matthias Erlebach. Dabei warten auf die 20 bis 22 Spielerinnen vier Einheiten und ein abschließendes Testspiel. „Im Trainingslager wollen wir uns den Feinschlief für den Ligastart holen“, so Erlebach, der eine gute Saison für sein Team prognostiziert. „Mit der Truppe können wir unter den besten Vier mitspielen“. Neben der Kadergröße stimme in diesem Jahr die Qualität. „Wir haben wilde und junge Mädels. Der ältere Jahrgang ist ein sehr guter, genauso wie der 2010er“.

Darüber hinaus kam die Mannschaft während der abgelaufenen Spielzeit auf eine schöne Idee: Durch einen Sponsoren-Lauf möchten etwa 27 Mädels über die Sommerferien Spenden für den guten Zweck sammeln. Pro gelaufenem Kilometer spenden die Familienangehörigen einen Cent. Erreicht die MSG eine Distanz von 2000 Kilometer, spenden die Familienangehörigen 20 Euro zusätzlich. Dabei soll eine Spendensumme von etwa 600 bis 700 Euro zusammenkommen. Aktuell haben die Spielerinnen bereits 1500 Kilometer erreicht. „Ich bin mir sicher, dass wir die 2000 Kilometer schaffen werden“, zeigt sich Erlebach zuversichtlich – nicht nur was die Spendenaktion seiner Spielerinnen angeht, auch mit Blick auf die anstehende Saison. Für die MSG Pilgerzell/Barockstadt startet die Runde am 24. August mit einem Heimspiel gegen den BSC Schwalbach.