Lokales 27.08.2025

Diebesgut im Wert von 329.000 Euro – 28-Jähriger vor Gericht

Fulda (jk) – Als Teil einer Gruppe soll ein 28-jähriger Tatverdächtiger im Zeitraum von Ende November bis Mitte Dezember 2024 an insgesamt 14 Wohnungseinbrüchen beteiligt gewesen sein. Dabei wurde Diebesgut im Wert von über 329.000 Euro erbeutet. Am Mittwoch wurde im Landgericht Fulda in der Fortsetzungsverhandlung eine Zeugin vernommen - von der 62-Jährigen Frau allein stahlen die Täter Wertgegenstände von über 300.000 Euro. 

Archivfoto: Justin Klenner

Der 28-jährige soll an insgesamt 14 Wohnungseinbrüchen in Eichenzell, Wissels, Fulda, Pilgerzell und Künzell mit teils erheblicher Beute beteiligt gewesen sein. Dabei erbeutete der Angeklagte Goldbarren, Eheringe, Schmuck, eine Kaffeemaschine, ein Sparbuch und jede Menge Bargeld im Gesamtwert von über 329.000 Euro. Entweder hebelten die Einbrecher die Fenster oder brachen die Tür auf und verschafften sich so Zutritt zu den Wohnhäusern. Dabei soll der Angeklagte als Teil einer Bande agiert haben, dessen Mitglieder teilweise gesondert von den Behörden verfolgt werden.

Am Prozesstag wurde eine 62-jährige in Fulda wohnhafte Frau als Zeugin vernommen. Die Frau schilderte, dass sich der Einbruch in ihre Wohnung zwischen 15 Uhr am 6. Dezember und am Morgen des 7. Dezember 2024 ereignet haben soll. Während der Tat verweilte die Zeugin mit ihren Kindern aus familiären Gründen in Indien. Am Morgen des 7. Dezember entdeckte die Haushälterin den Einbruch und verständigte die Polizei sowie die Zeugin. „Sobald wir aufgewacht sind, haben wir sofort miteinander gesprochen“, erläuterte die Zeugin. Nach der Tat reiste die Tochter zurück nach Deutschland, während die Frau noch eine Woche in Indien blieb. Die Überwachungskameras waren an dem Tag ausgeschaltet, erklären konnte sich das die Zeugin nicht. Die Einbrecher zerschlugen das Bürofenster und verschafften sich so Zutritt in die Wohnung. Auch die Terrassentür wies Beschädigungen auf. Im Anschluss verwüsteten sie den Tatort und durchsuchten diverse Schränke und Schubladen. Der Sachschaden belaufe sich auf etwa 3000 Euro. Im Schlafzimmer sowie Ankleidezimmer wurden die Täter fündig und brachen den Tresor auf. Daraus stahlen sie Schmuck und Handtaschen mit einem Wert von etwa 300.000 Euro. Auch ein vierstelliger Geldbetrag wurde von den Einbrechern erbeutet. „Es war viel Schmuck, aber auch viele Erbstücke“, zeigte sich die 62-jährige sichtlich gerührt. Die Frau hatte Fotos vom Inhalt parat, die sie vor dem Hereinlegen der Wertgegenstände in den Tresor geschossen hatte. Während der Befragung wurden die Bilder eingesehen. Dabei handele es sich um viele Erbstücke und Geschenke, die die Frau, aber auch ihr Ehemann und die Kinder, von Familienangehörigen erhalten haben. Seit der Tat gehe es der Zeugin nicht besonders gut und sie traue sich kaum noch vor die Tür. „Wenn ich weggehe, benachrichtige ich die Nachbarn, dass sie hin und wieder mal vorbeischauen“, sagte sie. Zudem wurde das Haus mit Sicherheitsschlössern versehen.