„Eigentlich waren die Rauchmelder an“, schildert Zentgraf, der sich in der Nacht selbst ein Bild vor Ort machte. Die Einsatzkräfte hätten sie beim Eintreffen an der Halle gehört. Es sei tragisch, dass die sich in der Halle aufhaltenden Personen, sich scheinbar nicht in Sicherheit hätten bringen können. „Leider konnten wir nicht mehr soviel ausrichten“, sagt Zentgraf. Die Halle brannte beim Eintreffen schon so stark, dass ein Durchsuchen durch die Feuerwehrleute nicht mehr möglich war. „So ein Einsatz mit Toten ist auch für die Einsatzkräfte eine Belastung“, sagte Zentgraf.
Die Feuerwehren aus Künzell und Keulos waren kurz nach 1 Uhr zunächst zu einem Kleinbrand im Bereich Am Noppen alarmiert worden. Schon auf Anfahrt wurde das Feuer zu einem Gebäudebrand hochgestuft, nachdem ein auf der A7 am Speditionsgelände vorbeifahrender Rettungswagen Rauch dort gemeldet hatte. Als auch die Künzeller Feuerwehrleute den Rauch schon auf Anfahrt sehen konnten, wurde das Feuer weiter hochgestuft und es folgte die Nachalarmierung weiterer Kräfte. Wie Jason Freeman, stellvertretender Gemeindebrandinspektor der Gemeinde Künzell, in der Nacht schilderte, seien sofort vier Trupps unter Atemschutz ins Gebäude, da bereits bekannt war, dass sich möglicherweise noch Personen dort aufhalten. Der Innenangriff hatte aber nach sehr kurzer Zeit wieder abgebrochen werden müssen, da die Flammen durchs Dach schlugen und es zu gefährlich wurde. Neben den Wehren aus Künzell, waren auch die Feuerwehr Petersberg und die Feuerwehr Fulda in der Nacht mit insgesamt rund 100 Personen im Einsatz. Später rückte auch noch die Drehleiter aus Hünfeld an. Gegen 5.15 Uhr waren die Flammen aus. Das Gebäude ist derzeit nicht betretbar, da Einsturzgefahr besteht. Den Gebäudeschaden schätzte die Polizei am Morgen auf circa zwei Millionen Euro. Die Brandursache ist noch unklar.
