„Ich bin mega stolz auf die Leistung der Mannschaft und jeden Einzelnen, der am Platz stand“, sagte Künzells Trainer Hakan Kocatepe, dessen Team gefühlt 80 Prozent Ballbesitz verbuchte, aber die Kugel nicht im Tor unterbringen konnte. „Wir müssen Tore schießen und alles andere beibehalten“, laute daher der Plan für die Restrunde, wobei der Coach weiß, „dass der Klassenerhalt mega schwierig wird. Aber ich weiß nicht, was man hinterfragen soll. Die Einstellung war überragend. Ich glaube an die Jungs“.
Zwei Distanzschüsse durch Nico Baier führten in Schwalmstadt zunächst nicht zum Erfolg, dazu stand der FCS-Keeper das eine oder andere Mal im Weg. Die Führung der Gastgeber resultierte dann aus einem individuellen Fehler in der Künzeller Defensive, die eine Situation spielerisch lösen wollte, statt den Befreiungsschlag zu wählen. Die Köpfe gingen danach etwas runter und die Zeit lief gegen die JSG, die in Durchgang zwei noch zwei 100-prozentige Möglichkeiten liegenließ. „Wenn wir das 1:1 machen, geht es vielleicht anders aus“, vermutete Kocatepe. So aber führte ein Eckball zur Entscheidung zugunsten Schwalmstadts – und Künzell ging wieder leer aus. „Wir gehen mit einem lachenden und einem weinenden Auge in die Winterpause“, sagt der Trainer, ist aber erstmal froh, dass das Jahr zu Ende ist. Mit neuem Elan und als Einheit gehe es dann in die Vorbereitung auf die Restrunde.
Künzell: Pietschmann; Bolender, Schel, Klering, Baier, Mohamadi, Zulauf, Schulz, Musmul, Völker, Stroh.
Tore: 1:0 (27.), 2:0 (70.+2)
